March 2019: Prävention bei den Faschingsumzügen und After-Zug-Partys 2019 in Schwalbach, Eschborn, Hattersheim, Flörsheim und Fischbach

In der zurückliegenden Faschingssaison wurden wieder die seit Jahren bewährten Präventionsmaßnahmen zum Jugendschutz und zur Begrenzung der Negativfolgen des Alkoholkonsums im Main-Taunus-Kreis durchgeführt, inklusive der Main-Taunus-Scouts. Aufgrund der besonderen Gefährdungslage wurden Straßensperrungen eingerichtet und Body-Cams mitgeführt.

Faschingsumzug in Schwalbach

Am Sonntag, 24.02.2019, um 14.11 Uhr, startete der diesjährige Faschingsumzug des Schwalbacher Karnevalvereins „Die Pinguine“, in 65824 Schwalbach. Es handelt sich um den frühesten Faschingsumzug im Main-Taunus-Kreis. In diesem Jahr bestand er aus 42 Zugnummern mit ca. 500 Teilnehmern. Ein Verantwortlicher nannte ihn „kompakt aber schön“. Die Zugstrecke verlief beginnend von der Aufstellung Am Erlenborn, über die Gartenstraße, Sauererlenstraße, Hauptstraße, Ringstraße, Wiesenweg, Berliner Straße, Taunusstraße, Schulstraße, Sulzbacher Straße, Sauererlenstraße und in einer zweiten Runde wieder über Hauptstraße, Ringstraße, Wiesenweg, Berliner Straße, Taunusstraße bis zur Auflösung des Zuges in der Schulstraße am Haus der Vereine. An der Zugstrecke befanden sich bei strahlendem Sonnenschein die erwarteten ca. 3.000 Zuschauer. Der Umzug wurde überwiegend durch örtliches Publikum besucht. In diesem Jahr wurden wieder, der Gefährdungslage geschuldet, vier Straßensperrungen unter zu Hilfenahme von schweren Lkw eingerichtet. Weiterhin wurde von der Polizei ein Body-Cam-System im Bereich der Hotspots /Publikumsverdichtungen in den Bereichen Feuerwehr Schwalbach und Möbel Sachs bereitgehalten. Es gab jedoch keine Anlässe dieses einzusetzen. In diesem Jahr verzichtete der Veranstalter auf eine „After-Zug-Party“ im Bürgerhaus. So trafen sich die Karnevalisten nach dem Umzug bei der Feuerwehr, bei Möbel Sachs und dem Haus der Vereine, um den Faschingsumzug ausklingen zu lassen. Der Einsatz verlief aus Sicht der Polizei vollkommen unproblematisch, es kam zu keinerlei Vorkommnissen.

Der Einsatz endete gegen 18:00 Uhr.

Ansgar Hoppelshäuser, Polizeistation Eschborn

Jugendschutz beim Faschingsumzug in Eschborn

Am Faschingssamstag, dem 2. Februar 2019, fand ab 13:11 Uhr, der traditionelle Faschingsumzug statt, der von Niederhöchstadt mit exakt 100 Zugnummern durch die Stadt bis zum Rathausplatz in Eschborn führte. Bei bewölktem Himmel und frischen Temperaturen säumten ca. 20.000 Personen die Zugstrecke.

Beliebter Treffpunkt an der Shell-Tankstelle in Niederhöchstadt

Im seit Jahren bestehenden Problembereich in Höhe der Shell-Tankstelle Niederhöchstadt hielten sich 500 – 600 Jugendliche auf, die mit viel Alkohol ausgelassen feierten. Der Pächter der Shell-Tankstelle hatte hochprozentigen Alkohol an diesem Tag aus seinem Sortiment genommen. Wie im Jahr zuvor war die Fahrbahn vor der Shell-Tankstelle beidseitig mittels Absperrgitter abtrasiert und von 20 Security-Kräften bewacht worden.

Linkes Foto: Beweissicherungsteam mit erhöhtem Standort auf einem Pritschenwagen; mittleres Foto: hochprozentige Alkoholika, die der Entsorgung zugeführt wurden

Durch die ARGE war vorab den Zugteilnehmern unter Hinweis auf das Jugendschutzgesetz mitgeteilt worden, dass kein Alkohol an Jugendliche ausgegeben werden darf. Leider erschienen die zugesagten Main-Taunus-Scouts wie schon im Vorjahr nicht. Die gemeinsamen Streifen von Stadtpolizei und Landespolizei führten Alkoholkontrollen unter Nutzung von Alkoholteststreifen durch. Insgesamt 15 Liter hochprozentiger Alkohol wurde entsorgt.

Da sich die beim Faschingsumzug 2016 erstmals bei der Polizeistation Eschborn eingerichtete Einsatzzentrale von Feuerwehr, Rettungsdienst, Ordnungsamt und Polizei aufgrund der kurzen Meldewege bewährt hatte, wurde sie auch in 2019 installiert. Aufgrund der besonderen Gefährdungslage wurden insgesamt acht Zufahrtstraßen zur Zugstrecke durch schwere LKW gesperrt. Sämtliche am Umzug teilnehmenden Wagen wurden von zwei Personen pro Achse begleitet.

Der Einsatz der beiden Bodycam-Teams wurde durchweg positiv wahrgenommen.

Der Zug verlief ohne besondere Vorkommnisse. Es wurde ausgelassen gefeiert und lediglich zwei Vorfälle führten zu einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und einer wegen Widerstandes. Insgesamt war dies der ruhigste Umzug in Eschborn seit vielen Jahren.

Uwe Schneider, Polizeistation Eschborn

Prävention durch Sperrung von Brennpunktbereichen und Abgitterung von Straßen beim Faschingsumzug in Hattersheim

Am Samstag, 02. März 2019, fand die alljährlich größte Veranstaltung der Stadt Hattersheim am Main, der Hattersheimer Fastnachtsumzug, statt. Bei kühlen Temperaturen und leichtem Sonnenschein setzte sich der Zug kurz nach 14:11 Uhr in Bewegung. Der Umzug bestand aus ca. 1000 Akteuren in 40 Gruppen.

Für den Zeitraum des Umzuges war die Innenstadt von Hattersheim für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Zur Sicherheit der Zuschauer an der Zugstrecke wurden im Bereich Frankfurter Straße Gitter aufgebaut.

An der Zugstrecke befanden sich etwa 20.000 Zuschauer.

Der Umzug verlief aus polizeilicher Sicht ohne größere Vorkommnisse. Es wurden drei Anzeigen wegen Körperverletzung und eine Anzeige wegen sexueller Belästigung gefertigt. Mehrere stark alkoholisierte Personen erhielten Platzverweise für das Innenstadtgebiet.

Thomas Petrovsky, Polizeistation Hofheim

 

Präventionsaktionen beim Faschingsumzug in Flörsheim mit anschließender After-Umzugs-Party

Am Sonntag, den 03.03.2019 fand der diesjährige Flörsheimer Fastnachtsumzug statt. Der Umzug bestand aus ca. 140 Zugnummern (Motivwagen, Musik- und Fußgruppen)

mit ca. 2500 Teilnehmern. An der Zugstrecke befanden sich zwischen 20.000 – 25.000 Zuschauer. Hierbei kam es zu keinerlei relevanten polizeilichen Ereignissen.

Im Anschluss an den Fastnachtsumzug fand in der Zeit von 16.00 Uhr – 20.00 Uhr auf dem Platz an der St. Gallus-Kirche die „After-Zug-Party“ mit Ausschank und Musik statt. Die Teilnehmerzahlen lag hierbei bei ca. 1000 – 1300 Personen.

Insgesamt wurden durch die eingesetzten Kräfte mehrere Platzverweise ausgesprochen und mehrere Fundsachen in Obhut genommen. Es kam bisher lediglich zu zwei gemeldeten Körperverletzungen einer Sachbeschädigung, einem Betäubungsmittel-Fund sowie einer Ingewahrsamnahme.

Zwei Main-Taunus-Scouts inmitten von Jugendlichen

Im Vorfeld wurden zahlreiche Jugendschutzkontrollen durch Mitarbeiter der mobilen Jugendberatung Flörsheim (mobflo) in Zusammenarbeit mit den eingesetzten Polizeikräften durchgeführt. Die Mitarbeiter der mobflo sprachen gezielt Jugendliche an, um sie über die Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum und seinen Begleiterscheinungen aufzuklären. Diese Aktion wurde von den Angesprochenen durchweg positiv bewertet – so konnten ca. 60 Gespräche, bei denen auch Informationsmaterial ausgehändigt wurde, geführt werden.

Die Main-Taunus-Scouts mit ihren Einsatztaschen und gemeinsam mit Polizeibeamten

Der Rettungsdienst hatte nur wenige Einsätze zu leisten.

Eine gemeinsame Koordinierungsstelle von Rettungsdienst, Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei in den Räumlichkeiten der Feuerwehr trug zu kurzen Melde – und Abstimmungswegen bei. Dies führte zu einem schnellen und abgestimmten Reagieren auf die unterschiedlichen Problemlagen.

Unter dem Motto „Hall die Gail“ verlief der Fastnachtsumzug stimmungsvoll und überwiegend friedlich.

Oliver Schwab, Polizeistation Flörsheim

 

Jugendschutz beim Faschingsumzug in Kelkheim-Fischbach

Bericht ist in Arbeit

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